Während meiner Ausbildung zur Stadtschamanin wurde mir ein Satz immer wieder ins Herz gelegt:
Wir nannten die Herausforderungen des Lebens nicht mehr Probleme, sondern Geschenke – die manchmal einfach scheiße verpackt sind.
Verzeih mir meine unkonventionelle Wortwahl, aber manchmal braucht Wahrheit genau diese Ehrlichkeit.

Dieses Mantra hat uns durch Zeiten getragen, in denen alles wehgetan hat. Zeiten, in denen wir dachten, wir kommen nie wieder heraus aus diesem dunklen Tal des Dramas. Und dann – ganz plötzlich – konnten wir lachen. Nicht, weil alles gut war, sondern weil wir verstanden hatten: Wir sind mehr als das, was uns gerade passiert.

Solche Phasen kehren immer wieder zurück. Und manchmal fühlt es sich wirklich an, als säße man in einer Achterbahn, die man nicht stoppen kann – rauf, runter, hin und her, oft von einer Sekunde auf die nächste. Termine platzen, Beziehungen verändern sich, Menschen gehen. Dinge, die sich sicher angefühlt haben, beginnen zu wackeln. Und als wäre das nicht schon genug, melden sich alte Wunden, von denen wir geglaubt haben, sie seien längst verheilt.

Dann kommen sie:
die schlaflosen Nächte.
die Enge in der Brust.
die Tränen ohne Vorwarnung.
die Angst, die scheinbar aus dem Nichts auftaucht.
Und manchmal reagiert sogar unser Körper – bei mir ist es der Magen, dieses sensible Zentrum unserer Gefühle.

Was kannst du tun, wenn dir diese alten „Geschenke“ wieder begegnen?

So schwer es auch ist: Schau hin.
Lauf nicht weg.
Tu nicht so, als wäre nichts.

Frag dich ehrlich: Hat das noch Macht über mich?
Wenn du spürst, dass du etwas wirklich losgelassen hast – dann feiere dich dafür. Ja, feiere! Auch das sind Geschenke. Und Geschenke wollen gewürdigt werden.

Und wenn du merkst, dass es noch weh tut – dann bleib da. Atme. Fühle. Verurteile dich nicht dafür. Vertrauen heißt nicht, dass alles leicht ist. Vertrauen heißt, dass du weißt: Auch das hat einen Sinn, selbst wenn ich ihn gerade noch nicht sehen kann.

Schreib dir alles von der Seele.
Geh hinaus in die Natur.
Weine, wenn dir danach ist.
Schrei, wenn die Wut in dir brennt.
Geh in den Wald und lass deinen Schmerz in alle Himmelsrichtungen fliegen.
Es ist nicht Schwäche – es ist Heilung.

Du darfst dem Drama kurz Raum geben. Aber verliere dich nicht darin.
Fühle – und dann geh weiter.

Sag Danke für das, was jetzt gesehen werden darf.
Denn hinter jedem Thema wartet die Chance zu wachsen.
Und hinter jedem Schmerz die Möglichkeit zu heilen.

Und dann…
male dir dein Leben so aus, wie du es dir wünschst.
Schreib es.
Zeichne es.
Gestalte es.

Dein Unterbewusstsein liebt Bilder, Gefühle und Worte.
Und genau dort beginnt Veränderung.

Vergiss eines nie:
Verdrängen ist keine Strategie. Vermeiden ist keine Lösung.
Fühlen ist der Weg.

Ich wünsche dir von Herzen Mut.
Und erinnere dich: Egal, was dir begegnet – egal, wie scheiße dieses Geschenk verpackt ist – es trägt immer auch etwas Gutes in sich. Manchmal sieht man es erst später. Aber es ist da.

Du musst da nicht alleine durch.
Wenn du Unterstützung brauchst, melde dich bei mir. Gemeinsam finden wir den Ausgang aus der Achterbahn.

Alles Liebe
Iris

PS: Mach es wie der Surfer.
Kein Surfer versucht, die Welle zu kontrollieren.
Er vertraut ihr – und findet genau dadurch seine perfekte Welle.